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Eichmann und kein Ende

Der Straflosigkeit der Täter ein Ende setzen für Frieden, Sicherheit und Wohl der Welt

23. Oktober 2026 - 28. Januar 2027

Campus Stadt der TU Dortmund

Leonie-Reygers-Terrasse

44137 Dortmund

Di/Mi 11-18 Uhr, Do/Fr 11-20 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr

Ausstellung

Worum es geht

Adolf Eichmann war im Range eines SS-Obersturmbannführer Leiter des Referats IV B 4 ("Judenangelegenheiten, Räumungsangelegenheiten") im "Reichssicherheitshauptamt". Er organisierte die Deportation von Millionen von Juden in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager und war so für deren Ausbeutung und Ermordung verantwortlich. 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und der Flucht aus US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft tauchte er zunächst in Deutschland unter und setzte sich 1950 nach Argentinien ab. Dort lebte er mit seiner Familie zehn Jahre unter dem Namen “Ricardo Klement”. 

Aufgrund von Hinweisen wurde er am 11. Mai 1960 durch Agenten des israelischen Geheimdiensts Mossad entführt und vom 11. April 1961 bis zum 15. Dezember 1961  in Jerusalem vor Gericht gestellt und zum Tod verurteilt. Die Hinrichtung erfolgte in der Nacht zum 1. Juni 1962.

Die Ausstellung stellt den Eichmann-Prozess in eine Reihe von Verfahren, die sich mit der Ahndung von NS-Verbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befassen: Von den Nürnberger Prozessen über den Eichmann-Prozess und die Auschwitz-Prozesse bis hin zum den letzten Holocaust-Prozessen in Deutschland. So ergibt sich das Bild eines Ringens um Gerechtigkeit durch die Schaffung neuen Rechts und neuer Institutionen (Internationaler Strafgerichtshof). 

Begleitprogramm

"Banalität des Bösen"

Termine:

Donnerstag, 05.11.2026, 18 Uhr: Gedenkstätten – Dr. Stefan Mühlhofer und Dr. Alexander Gurdon

Donnerstag, 19.11.2026, 18 Uhr: „Journalistische und technische Perspektiven digitaler Erinnerungskultur – die Arbeit hinter Holo-Voices“. Ein moderiertes Gespräch zwischen Mario Botsch, Joshua Grodotzki, Wiebke Möhring, Felix Schuster und Susanne Wegner

Donnerstag, 10.12.2026, 18 Uhr: Adolf Eichmann und die Banalität des Bösen – PD Dr. Irmtrud Wojak

Donnerstag, 21.01.2027, 18 Uhr: Antisemitismuskritische Bildung – Dr. Elizaveta Firsova-Eckert

Donnerstag 28.01.2027, 18 Uhr: Finissage mit Vortrag von Dr. Rückel über die letzten Prozesse gegen KZ-Personal

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